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Fortbildungen für Lehrkräfte & Pädagogen

"Montagmorgen, 1. Stunde: Ich betrete das Klassenzimmer der 9b. Meine Schülerinnen und Schüler sind in angeregter Unterhaltung. Die meisten von ihnen nehmen mich noch nicht wahr. Ich setze mich aufs Pult und lasse die Beine baumeln. Ich warte. Meine Schüler/innen haben sich nach einem langen Wochenende so viel mitzuteilen….
Nach wenigen Minuten wird es ruhiger, dann still. Erwartungsvoll sehen mich alle an. Ich fühle mich ruhig und locker und blicke ebenfalls erwartungsvoll in die Runde. Plötzlich und unvermittelt sagt Bettina: "Gell, s`geht Ihnen gut!?" Sie bemerkt meinen fragenden Blick und fährt dann fort: "Erstens haben Sie einen neuen Pullover an und zweitens lassen Sie die Beine baumeln!"
….. "Bei Ihnen habe ich den Eindruck, dass Sie sich wohlfühlen. In meiner Praxis begegne ich Lehrern, die gar nicht wissen, was das ist: sich als Lehrer wohlfühlen!"

(aus: Reinhold Miller: Sich in der Schule wohlfühlen, Beltz-Verlag, S.9)

 

Berufliche Supervision & Teambildung

Ziel….
Dient der Klarlegung und Klärung aller schulischen Tätigkeiten im Spannungsfeld Personen - Rolle - Institution - Schüler/innen. Die Lehrkräfte sollen die tiefenpsychologischen Ursachen und Hintergründe aktueller Konfliktsituationen anhand von gestaltpädagogischen und gestalttherapeutischen Methoden erkennen.
Insbesondere dient Supervision:

  • Der Steigerung von Professionalität durch Reflexion
  • Der Steigerung von Eigen- und Fremdwahrnehmung durch Erleben
  • Der konstruktiven Lösung von Konflikten durch wertschätzendes Miteinander
  • Der individuellen Unterstützung bei schulischen Veränderungen
  • Dem Entdecken von eigenen Grenzen und wie diese kommuniziert werden können


Gestaltpädagogik….

Ist eine Weiterentwicklung der Gestalttherapie und verschiedener pädagogischer Konzepte. Ihr Ziel ist es, die effektive und wertschätzende Arbeit im Einzelkontakt mit Klienten auch in Gruppen, Schulklassen, Kindergartengruppen etc. umsetzen zu können.
Im Vordergrund steht ein ganzheitliches, bedeutsames Lernen, dass von Wahrnehmung, Kontakt, sinnlicher Erfahrung, Kreativität, Phantasie und Rollenspielen erfüllt ist. Im Vordergrund stehen der Mensch und dessen Gefühle und Bedürfnisse.



Stressbewältigung

um eigene Ressourcen zuerkennen und mit vorhandenen besser haushalten zu können. Das wiederum fördert Gesundheit und Motivation für den Beruf.     

…"Ich bin Dompteuse, Alleinunterhalterin und Psychotherapeutin zugleich", sagte mir eine Lehrerin, "und das Schlimme dabei ist, dass ich für keinen der drei Berufe ausgebildet bin. Ich habe ja nur Unterrichten gelernt!"

(aus: Reinhold Miller, Sich in der Schule wohlfühlen, Beltz-Verlag, S. 22)

Ziel…..

Die Lehrkräfte:erhalten grundlegende Informationen zur Stressphysiologie und zu den vielfältigen Möglichkeiten des Stressabbaus sowie der Stressvermeidung.

  • Erfahren Körperwahrnehmungsübungen und Entspannungstechniken die ein Gefühl vermitteln für die eigenen Ressourcen der Stressbewältigung.
  • Erkennen während des Seminars verschiedene Fertigkeiten mit den eigenen Stressoren kreativ umzugehen, so dass sich neue Wege für ein effektives Zeitmanagement entwickeln lassen.

Dabei liegt der Fokus der Fortbildung auf einem ganzheitlichen Lernen, das von der Wahrnehmung, dem Kontakt, der Kreativität und der Phantasie der Teilnehmer/Teilnehmerinnen geprägt ist. Stressbewältigung bietet die Möglichkeiten Energie zu tanken und Kraft zu schöpfen, fundierte Kenntnisse zum Thema zu erfahren, sowie voller Ideen und Anregungen für die Umsetzung im Alltag.

Kurzentspannungen


Ziel…..
Durch eigenes Erleben, die Umsetzung für den Unterricht finden. Entspannung gehört zu einem ganzheitlichen Unterricht, wie die regelmäßigen Pausen und die Lernphasen. Kurzentspannung bietet Ihnen neben einigen Kurzentspannungsverfahren die Möglichkeit Ihre Ressourcen und Stärken, die Sie im Schulalltag leistungsfähiger und entspannter werden lassen, zu entdecken. Wer wünscht sich das nicht, wenn die Schultern schmerzen, die Augen brennen, der Rücken weh tut und der Schultag noch lange nicht zu Ende ist?

Erfahren Sie einmal selbst:

  • Was Ihnen Spaß macht und gut tut
  • Welche Übungen sie sich im Unterricht vorstellen können
  • Wie viel Zeit Sie dafür einplanen möchten und können
  • Wie Sie Übungen ohne großen Zeitaufwand umsetzen können
  • Dass auch im kleinsten Klassenraum Platz für Entspannungsübungen ist


Ich kombiniere dazu verschiedene Techniken und Verfahren,

  • Elemente aus der Progressiven Muskelentspannung nach Jacobsen
  • Atemübungen
  • Phantasiereisen
  • Kinesiologische Übungen
  • gestaltpädagogische Wahrnehmungs- und Kontaktübungen und Kurzübungen aus dem Autogenen Training,


die Sie dann nach eigenem Einüben auch im Unterricht mit den Schülerinnen und Schülern durchführen können.

Gestaltpädagogik im Unterricht

Ziel….
Gestaltpädagogik ist eine Form ganzheitlichen Lernens, die in den Unterrichtseinheiten mit einem ganzheitlichen-kreativen Kontakt zum Thema beginnt und erst später zum logisch-rationalen Sachbezug übergeht. Im Fokus stehen die Persönlichkeit der Lehrkraft selbst sowie die kreative Gestaltung des Kontaktes zu Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Schlagworte sind in diesem Zusammenhang die Persönlichkeitsentwicklung und der Kontaktprozess. Das wichtigste Handwerkszeug der Lehrkraft/Pädagogen ist also seine Person selbst.

Gestaltpädagogik ist keine neue Methode, sondern vielmehr eine gewachsene Haltung.

Und was bedeutet dies für die Schule?
Angewandte Gestaltpädagogik bewirkt einen optimalen Lernprozess, der an die Bedürfnisse und Interessen von Lehrkräften/Pädagogen und Schülern anknüpft und zu einer wohlwollenden Atmosphäre im Unterricht beiträgt. Die Erfahrung zeigt, dass das ganzheitliche und authentische persönliche einbringen in die beruflichen Kontakte den Erfolg, die Kreativität und die Arbeitszufriedenheit fördert. - Also: Gesundheit im Klassenzimmer!

Für diese Einheit sind folgende Prinzipien erforderlich:

  1. Gewahrsein (für die eigenen Bedürfnisse und die der Kinder)
  2. Kontakt und Begegnung (guter Kontakt zwischen Lehrkräften/Pädagogen, Schülern und Eltern
  3. Unterstützung (auch für subjektiv bedeutsame Themen der Beteiligten)
  4. Kreativität und spielerische Elemente (abwechslungsreiche Tätigkeiten mit viel Bewegung und Freiräumen für alle Beteiligten)
  5. Eine störungsarme Klassengemeinschaft (im Sinne der TZI: "Störungen haben Vorrang!")
  6. Eine klare Definition und damit ein Wechsel zwischen Freiraum und Grenzen.


Zum Erreichen dieser Ziele können verschiedene Gestalt-Methoden und -Prinzipien eingesetzt werden, die ein Pendeln zwischen logisch-rationalen und kreativ- ganzheitlicher Wissensvermittlung ermöglichen und darüber hinaus diese optimieren.

Selbsterfahrung im Beruf ("BlickinsLeben")

Ziel….
Lebenswege und den schulischen Berufsalltag erkennen und neu entdecken. Selbsterfahrung heißt:

  • Lust haben auf eine Entdeckungsreise in die derzeitige schulische Berufs- und Lebenssituation.
  • Zufriedenheit im Alltag und in der Schule optimieren und neue kreative Gedanken schöpfen für Ihren Kontakt mit Menschen.
  • Beziehungsstrukturen auch zwischen LehrerInnen und SchülerInnen verbessern durch ein reflektieren von gängigen Situationen und Verhaltensmustern.


Folgende Fragen stehen im Vordergrund: o Wo stehe ich jetzt beruflich und privat?

  • Welche Stärken und Schwächen habe ich?
  • Wie kann ich Schwächen in Stärken wandeln?
  • Welche präventiven Maßnahmen wirken in Stress-Situationen?
  • Wie kann ich wichtige vorhandene Ressourcen mobilisieren und dauerhaft beibehalten?


Dabei Entdecken wie:

  • eigene, momentan nicht so deutliche Ziele, sich im Alltag verändern können
  • wie sich häufiger wohl bzw. besser fühlen geht
  • wie Grenzen erkennen, annehmen und kommunizieren machbar wird
  • wie Konflikten konstruktiv umgegangen wird und
  • der Weg der Veränderung sichtbar wird.




"KIND s/SUCHT FAMILIE"

Studien belegen, dass deutschlandweit ca. 2,65 Millionen Kinder unter 18 Jahren mit mindestens einem alkoholkranken Elternteil leben. Hinzu kommen etwa 40.000 - 60.000 Kinder mit drogenabhängigen Eltern. Die Zahl von Kindern aus Familien mit stoffungebundenen Süchten oder Medikamentenabhängigkeit sind kaum bekannt.

Kinder aus diesen suchtbelasteten Familien gehören zu einer großen Risikogruppe, selbst süchtig zu werden oder Ängste, Depressionen und andere psychische Störungen auszubilden und gehören daher zu einer wichtigen Zielgruppe der Suchtprävention.

Nicht selten kommt es vor, dass Bezugspersonen aus dem Umfeld dieser Kinder, vermuten, das das Kind unter einer Suchterkrankung der Eltern leidet.

Ziel…..

Im Umgang mit Kindern und Eltern aus suchtbelasteten Familien erleben professionelle HelferInnen oder Kontaktpersonen (Lehrerin, Trainer, Übungsleiter etc. alle die mit Kindern Kontakt haben) oftmals belastende und z.T überfordernde Situationen. Gefühle von Wut, Ohnmacht und Hilflosigkeit können den Kontakt in Krisen prägen und die Beteiligten handlungsunfähig machen.

Praxisnah sollen Ihre Handlungsmöglichkeiten anhand konkreter Fälle aus Ihrer Praxis im Umgang mit dem Kind und seinen Bezugspersonen beleuchtet und gemeinsam Lösungswege entwickelt werden.

Eben der reinen Wissensvermittlung zu dem Thema geht es in der angebotenen Fortbildung (siehe Veranstaltungen) hauptsächlich um das Erproben geeigneter Methoden im Umgang mit den Familienangehörigen und den Kindern.


Weitere Informationen im Faltblatt "KIND s/SUCHT FAMILIE" [PDF]